St. Gangolf und Odenwald, 31.08.2012

ca. 27km werden bewältigt

 

 

 

Peter Seemüller kommt extra früh rausgefahren um für das Stadtmarketing Neuenstadt ein Interview mit uns zu führen und den Artikel "Ein Reiterabenteuer" daraus zu schreiben. Wir haben ein sehr nettes Gespräch und schießen ein paar Erinnerungsfotos.

Es geht nach einem herzlichen Abschied von unseren spontanen Gastgebern bei kühlem aber trockenem Wetter weiter Richtung Norden.

 

 

In Neudenau treffen wir im wunderschönen Stadtkern eine alte Dame,

die uns rät der Gangolfskapelle einen Besuch abzustatten.

Der heilige Gangolf sei der Schutzpatron der Reiter und Pferde.

Also nichts wie hin.

 

Bei der Kapelle fällt als Allerertes die Tür mit den vielen historisch Hufeisen auf.

Die Dame, die sich um die Kapelle und Besucher kümmert, klärt uns über diesen Ort auf.

Wenn Mensch und Pferd durch das Beten zu Gnagolf oder das Trinken aus der Quelle gesund wurden, haben sie zum Dank ein Hufeisen des gesund gewordenen Pferdes geschenkt. Diese wurden an Türen und fensterläden genagelt.

 

Unser kleiner geschichtlicher Exkurs war sehr nett und interessant. Ein Besuch lohnt sich!

 

Wir wandern weiter durch bergiges Land (für uns Norddeutsche bergig). Eine Pause machen wir als uns ein paar Pferdeweiden auffallen und wir nachfragen zu wem diese gehören.

Die Leute die wir kennenlernen geben den Pferden Heu und bringen uns Kaffee und Kekse. Sie erzählen von der Landwirtschaft die auf ihrem Hof damals betrieben wurde.

Ein Nachbar setzt sich dazu, nachdem ihn das interessante Bild zweier Wanderpferde und Reiterinnen neugierig gemacht hat.

Sie hatten damals eine Mühle, die betrieben wurde. Der alte Mühlenkeller ist heute zu einem Partyraum umgewandelt. Das Mühlwerk ist jedoch noch wietestgehend erhalten.

Wir lauschen gerne deren Erzähungen und lernen einiges dazu.

 

 

Nach einem langen Ritt durch den Wald fragen wir in einem Gasthof nach Unterkunft. Dieser ist aber ausgebucht und kann uns nicht weiterhelfen. Ein gefühlt endloses Stück weiter den Berg hoch trafen wir auf einen Hof mit großem Gemüsegarten und einem Offenstall. Hier sind wir in Limbach bei Familie Volk.

Es sind die vereisten Töchter die die Pferde besitzen, die Eltern kümmern sich nur in dieser Zeit um sie.

Wir werden nach anfänglichem Zögern von den Eltern aufgenommen und essen gemeinsam zu Abend. Jegliche Bedenken sind bald verloren und es ergeben sich wunderbare Gespräche. Auf den Wohnzimmersofas bekommen wir Betten gemacht.

 

Aufgefallen ist uns der Dialekt der Leute. Hier können wir schwer etwas verstehen, wenn sich die Leute nicht anstrengen Hochdeutsch mit uns zu sprechen.

 

Weiter im Dorf treffen wir Kevin, einen kleinen Jungen auf seinem Fahrrad. Er ist gerne hilfsbereit und leitet uns den Weg auf der Suche nach etwas zu Essen auf die Hand.

Er erzählt uns, dass er Bodyguard werden möchte, wie sein Vater. Er begleitet und so lange wie er sich mit dem Fahrrad von seinem Zuhause entfernen darf. Dabei bekommen wir alle Geschichten aus dem Dorf erzählt.

 

 

Kevin und Kimba verstehen sich gut
Kevin und Kimba verstehen sich gut

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