37km durchs Gülledreieck, 19.09.12

Das „goldene Gülledreieck“ ist die Region zwischen Cloppenburg und Vechta, der Region mit der größten Viehdichte Deutschlands.

Helen rennt morgens nach dem tollen Frühstück von Henrika, zum Arzt um sich eine Zecke ziehen zu lassen. Henrika rief extra ihren Arzt des Vertrauens an und Helen kam sofort dran.

Wieder zurück konnten wir sofort starten. Marie hat inzwischen die Pferde geputzt und gesattelt.

Henrika begleitet uns ein gutes Stück mit dem Fahrrad, erklärt uns den Weg und wir verabschieden uns, als die Sonne zwischen den Wolken rauskommt.

Weiter gehts durch das flache, windige Norddeutschland!

 

 

Wir reiten und reiten und reiten. Unsere Wege kommen uns länger vor, da die sie oft scheinen, kein Ende nehmen zu wollen. Immer geradeaus über Straße, Feld und Wiese.

Wir befinden uns gegen Mittag auf der Höhe des Dümmer Sees. In Dümmerlohhausen gibt es den Gasthof Schomaker, bei dem wir die Pferde im idyllischen Biergarten hinter die Gartengarnitur stellen und Essen serviert bekommen.

Zum Schluss bekommen wir sogar noch wahnsinnig leckeren Kuchen für die Reise geschenkt. Leider hat er nicht so lange gehalten. Der Kuchen war nach fünf Minuten aufgegessen. Wiedermal tolle Leute!

 

Wieder unterwegs treffen wir auf eine Plastik-Pferdestatue in Lebensgröße. Unsere Stuten sind fest davon überzeugt, dass das Ding lebendig ist und führen einen lustigen Begrüßungstanz auf. Sie machen sich groß und stolzieren auf das Plastikpferd zu. Mit ihren Nasen schnauben sie in seine Nüstern. Als Kimba sich mit ihrem Widerriss unter die Nase des Pferdes stellt, krault Helen ihren Nacken. Kimba dreht auf der Stelle und schlägt nach dem Plastikpferd aus. Das und Helens Gesicht dabei sahen so lustig aus, dass wir eine Weile laut lachend weiterreiten.

 

Gegen Abend suchen wir in Lohne nach einer Unterkunft. Wir fragen in einem Blumenladen an einem Einkaufszentrum mitten in der Stadt nach einem Pferdehof. Der einzige hier weit und breit sei der Hof Kamphaus. 

Obwohl wir mit unseren zwei Wanderpferden mitten in einer Stadt stehen, sprechen uns hier die Leute ungewohnterweise gar nicht an. Ob das an der Gegend, der Stadt oder dem Stadtleben allgemein liegt wissen wir nicht.

Wir sind ziemlich fertig und hoffen den Hof bald zu erreichen. Doch es dauert noch eine ganze Weile bis wir dort sind. Bis dahin ist es schon dunkel geworden.

 

 

Wir klingeln am Wohnhaus und lernen Lea Kamphaus kennen.

Sie flitzt direkt los um ihren Vater, Andreas, zu fragen ob wir bleiben können. "Kein Problem.", sagt er. Ein Glück, weiter wären wir nicht mehr gegangen.

Lea kümmert sich um uns und zeigt uns wo die Pferde bleiben können, versorgt sie mit Heu und Wasser. Sie wirkt auf uns erstaunlich selbstbewusst und schlagfertig. Ein tolles Mädchen.

Wir dürfen im Wohnhaus schlafen, treffen auch die freundliche Frau des Hauses und haben eine super erholsame Nacht in einem schönen Bettchen.

 

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